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Wendenstöcke
Einleitung
Hinsichtlich Felsqualität, Ausgesetztheit und Ambiente sind die Wendenstöcke in der Umgebung einmalig. Von Mittelschwer bis knallhart und von gut bis sehr knapp abgesichert, findet jeder fortgeschrittene Mehrseillängen-Kletterer hier seine Herausforderung.

Die Zustiege sind teilweise steil und können bei einem Wetterumsturz heikel werden. Bei Gewittern und Schneeresten auf den Bändern besteht in manchen Zonen Steinschlaggefahr. Deshalb ist die beste Jahreszeit Spätsommer bis Herbst. Kleiner Tipp: Genügend Kleider mitnehmen, mit aufkommender Thermik werden die Felsen im Tagesverlauf oft durch eine kalte Wolke verhüllt.

Zusätzlich zu den Topos können die nachfolgenden, kurzen Routenbeschreibungen eine Hilfe für die Routenauswahl bieten.

Eine umfassende Übersicht zum Gebiet wurde im Alpen-Heftli veröffentlicht. Wenden-Artikel (pdf)


Die Wendenstöcke, fotografiert vom Parkplatz Wendenalp.


Mähren
Letzter Mohikaner
Vreneli
Torwächter

Pfaffenhut
Sonnenkönig
Passion
El Condor Pasa
Gory
Voie du Frère
Transocean
Patent Ochsner
Sternschnuppe
Stars Away
Kombination Inuit Stars Away

Excalibur
Troja
Excalibur
Lancelot
Blaue Lagune
Niagara

Dom
Legacy
Elefantenohr
Jednicka

Aureus
Hakuna Matata
Paco
Strada Del Sole
Querschläger

Klein Wendenstock
Las Aquas del Inferno

Reissend Nollen
Tsunami
Caminando
Millenium
Sawiris
Rockmantic
Via Italia
Zyland


Letzter Mohikaner (04.08.07)
Sektor Mähren
Anspruchsvolle, selten begangene Route mit hohem Erlebniswert mitten durch den markanten Pfeiler am Mähren. Die Felsqualität ist während den gesamten 200 Klettermetern durchgehend hervorragend, aber stellenweise sehr scharf.
Abgesehen von der ersten Seillänge ist die Route anhaltend schwer und bietet gleich mehrere zwingende Passagen. Der obligatorische Schwierigkeitsgrad von 7a in den alten Führern ist deshalb knapp; 7a+/7b wäre wohl realistischer. Die Bolts sind solide und gut platziert. Mit Friends und Keilen kann man die teils weiten Hakenabstände oft entscheidend entschärfen.
Nach 3 leichten Verbindungslängen über den zweiten Aufschwung gelangt man im 3. Aufschwung zum oberen, nicht publizierten Teil des Mohikaners. Die 4 Seillängen sind anspruchsvoll und sehr lohnend, die Schwierigkeit beträgt ca. 7a+, 7a, 7b, 7a, obligatorisch 7a.
Wer danach immer noch nicht genug hat, kann nach einer Querung noch die letzten beiden Vreneli-Längen klettern (siehe Vreneli).
Bilder zur Route

Vreneli (22.09.10)
Sektor Mähren
Das Vreneli ist eine sehr lohnende, lange Route von den Rémis. Die 18 Seillängen erstrecken sich über 3 Aufschwünge. Abgesehen von einigen leicht splittrigen Passagen (besonders die 7c-Länge ist wenig attraktiv) bietet besonders der obere Teil über weite Strecken perfekte Felsqualität. Bezüglich Absicherung hinterlässt die Route einen etwas inhomogenen Eindruck. In den leichteren Längen gibt's einige recht weite run-outs, während die schwereren Passagen teilweise als Bohrhakenleitern eingerichtet wurden. Die beiden Camalots 0.4 und 1 liefern an mehreren Stellen gute Dienste. Eine routinierte Seilschaft sollte 8-9 Stunden für die gesamte Begehung einrechnen. Gegen Herbst kommt man daher kaum ums frühe Aufstehen.
Im 3. Aufschwung gibt es noch eine Option: Man kann die 4 oberen Längen von Letzter Mohikaner klettern (anspruchsvoll) und danach links ansteigend über eine Rampe zum 16. Stand von Vreneli queren. Die Verbindungslänge ist ca. 6a und lässt sich selber absichern. Diese Querung lohnt sich, denn die beiden obersten Vreneli-Längen sind erste Sahne.
Bilder zur Route

Torwächter (24.09.06)
Sektor Mähren
Der Torwächter wird selten begangen, ist aber eine Toproute und spielt punkto Schönheit und Erlebniswert in der gleichen Liga wie eine Patent Ochsner. Der Fels ist allgemein rauher und anders geschichtet als im benachbarten Sektor Pfaffenhut und erinnert etwas an die Rote Fluh (Fermeltal) und die Lancelot.
Die Route ist gut abgesichert, wobei in den einfachen (oberen) Längen Material gespart wurde. Keile und Friends sind nicht zwingend notwendig. Es hat allerdings einige in die Jahre gekommene Sanduhrschlingen und die Stände sind auch nicht alle state of the art.
Da die Schlüssellänge (7a) eine zwingende Passage aufweist, ist ein 6c Niveau (Wandkletterei) Voraussetzung.
Das Abseilen geht rassig und unproblematisch. Der Zustieg ist etwas mühsam, da es kaum Wegspuren gibt. Eine gute Variante wäre der Zustieg über den benachbarten Sektor Pfaffenhut.
Bilder zur Route

Sonnenkönig (03.07.05)
Sektor Pfaffenhut
Der Sonnenkönig ist die Leichteste der lohnenden Routen an den Wendenstöcken und wird entsprechend oft begangen. Abgesehen von der sehr schönen, etwas steileren Schlüssellänge (Schlingen verlängern wegen Seilzug, respektive Halbseiltechnik) hat die Route viele plattige Passagen. Obwohl sie nicht ganz an Toprouten wie Voie du Frère oder Patent Ochsner hinkommt, ist sie doch lohnend und gut geeignet als erste Wenden-Route. Die Absicherung ist gut und der Abstieg über die Abseilpiste unproblematisch und schnell.
Bei Schneeresten auf den Bändern können die oberen Seillängen im Verlaufe des Tages durch Schmelzwasser nass werden.
Bilder zur Route

Passion (18.10.12)
Sektor Pfaffenhut
Die Route ist vielseitig und sehr lohnend, auch wenn sie etwas weniger steil und athletisch ist als andere Routen im Sektor. Es überwiegt knapp senkrechte Wandkletterei in meist sagenhaft gutem Wendenkalk. Auf Fingerkraft spezialisierte Kletterer mit mässiger Fusstechnik dürften die Bewertung als sehr hart empfinden. Andererseits eignet sich die Route perfekt, um die Sohlenreibung zu testen und das Vertrauen in die Schuhe zu festigen. Die Absicherung ist gut, wobei die einfacheren Passagen etwas knapp bestückt sind. Einige kleine Friends leisten einige Male gute Dienste.
Bei Schneeresten auf den Bändern können die oberen Seillängen im Verlaufe des Tages durch Schmelzwasser nass werden.
Bilder zur Route

El Condor Pasa (09.07.05)
Sektor Pfaffenhut
Schöne Kletterei in sehr gutem Fels; unten etwas plattig. Wenn man für die Patent Ochsner nebenan anstehen muss, hat man diese Route meistens für sich. Obwohl die Schwierigkeit moderat ist (Schlüssellänge 6c+, sonst meistens um 6b) sollte man wegen den teilweise etwas weiten (aber immer noch vernünftigen) Hakenabständen 6b drauf haben, um es geniessen zu können.
Die Schlüssellänge ist leicht überhängend, aber schön grossgriffig und anhaltend; einfach perfekt. Nach der Schlüssellänge kann man sich leicht versteigen: Nach dem ersten Bolt linkshaltend klettern, der nächste Bolt kommt dann schon.
Bilder zur Route

Gory (10.09.06)
Sektor Pfaffenhut
Grandiose Kletterei in bestem Fels zwischen der El Condor Pasa und der Voie du Frère. Die Remy-Route ist in den meisten Führern nicht publiziert und wird relativ selten begangen. Nebst anspruchsvoller, senkrechter Wandkletterei bietet die Linie auch einige steile Kraftausdauerpassage. Zur Zeit ist es (noch) die schwierigste Route am Pfaffenhut. Die Absicherung ist deutlich anspruchsvoller als z.B. in Voie de Frère, aber sie lässt sich durch das Legen von Keilen und Friends entschärfen. Die existierenden Bolts sind solide gebohrt; Sandschlingen hat's fast keine und zum Abseilen ist die Route nicht eingerichtet. In einem 7a sollte man sich einigermassen wohl fühlen, sonst hat man Stress statt Vergnügen.
Die obersten zwei Längen wurden offenbar entfernt. Es bietet sich an, über die Voie du Frère auszusteigen.
Bilder zur Route

Voie du Frère (28.07.05; 22.09.07)
Sektor Pfaffenhut
Fantastische, erstaunlich homogene Route in bestem Fels. Die relativ steile Route ist herrlich griffig und athletisch. Fast zuoberst, in der 6c+ Länge, hat's rechts einen kleinen, versteckten Griff...
Erwähnenswert ist die erste Seillänge; ein schönes Wasserrillen-6b, das die unaufgewärmte Psyche des Vorsteigenden ein wenig auf die Probe stellt. Danach ist die Absicherung durchgehend gut.
Bilder zur Route (28.07.2005)
Mehr Bilder zur Route (22.09.2007)

Transocean (15.10.10)
Sektor Pfaffenhut
Dies ist die schwierigste und anspruchsvollste Route in diesem Sektor. Die erste Länge gibt einen kleinen Vorgeschmack zum Stil; so richtig zur Sache geht's dann ab der 4. Länge. Es warten in den folgenden drei Längen gleich mehrere knackige, obligatorisch zu kletternde Passagen auf die Wiederholer. Präzise Schuhe sind in dieser technisch anspruchsvollen Wandkletterei hilfreich. Die Absicherung ist solide, aber auch in den schweren Passagen recht sportlich. Die Camalots 0.5, 0.75 und 2 leisten gute Dienste, Keile sind nicht nötig.
Vorsicht zum Stand der 5. Länge gibt's momentan noch ein Run-Out mit Verletzungspotential. Aufmerksames, dynamisches Sichern in dieser Passage ist sehr wichtig. Der entsprechende Bolt wird wahrscheinlich noch umplatziert, um die Stelle zu entschärfen. Weitere Infos folgen.
Bilder zur Route
Topo Transocean

Patent Ochsner (13.11.05, 16.10.11)
Sektor Pfaffenhut
Grandiose, homogene Route in bestem Fels. Sowohl die Stände als auch die verhältnismässig zahlreichen Sicherungspunkte sind optimal platziert. Die Erinnerung an den kompakten Fels mit den vielen schönen Leisten und Löchern hilft über die kalklose Winterzeit und motiviert zum Training an den Plastikgriffen.
Im Vergleich zu den Nachbarsrouten ist die Patent Ochsner eher milde bewertet und tendentiell etwas besser abgesichert. Eine gute Wahl, wenn man mal weniger Bock auf Nervenkitzel hat und trotzdem die kleine Herausforderung sucht.
Bilder zur Route

Sternschnuppe (09.10.06)
Sektor Pfaffenhut
Zu Recht gehört die Sternschnuppe zu den bekanntesten und beliebtesten Routen der Wendenstöcke. Die bereits 1987 von Kaspar Ochsner eingerichtete Route bietet durchgehend herrliche, technisch anspruchsvolle Wandkletterei in perfektem Fels. Vom Einfingerloch bis zur Körpernische gibt's die für den Sektor typischen Löcher en masse und in jeder Grösse. Wie bei anderen Routen aus dieser Zeit ist auch hier die Bewertung vergleichsweise hart; die Route ist wahrscheinlich nicht einfacher als beispielsweise die Patent Ochsner. Ein 6c sollte man einigermassen sicher klettern können.
Abgesehen von der letzte Seillänge weist die Route kaum überhängende Stellen auf. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wird sie oft unterschätzt. Die gesamte Tour ist anstrengend und bei den letzten drei Seillängen geht's nochmals richtig zur Sache, weshalb man im unteren Teil möglichst effizient und kraftsparend klettern sollte.
Eingerichtet ist die Sternschnuppe sehr gut; die Hakenabstände sind allerdings grösser als z.B. bei der Patent Ochsner oder der Voie du Frère. Keile könnten an einigen wenigen Stellen gelegt werden. Es geht aber auch ohne, da die entsprechenden Stellen meistens grossgriffig sind.
Bilder zur Route

Stars Away (02.10.07)
Sektor Pfaffenhut
Sehr schöne Route im rechten Bereich vom Pfaffenhut. Der erste Teil bietet technische Kletterei; besonders die erste Seillänge weist einige knackige Stellen auf und ist mit 6c hart bewertet. Grossgriffig, etwas steiler und spektakulär ist dann der zweite Teil. Die Hakenabstände sind stellenweise recht weit, aber OK. Oft sind die soliden Bolts etwas unglücklich plaziert und müssen verlängert werden, um den Seilzug erträglich zu halten. Ein paar kleinere Friends können nützlich sein um die Absicherung zu verbessern, sie sind aber nicht zwingend nötig.
Bilder zur Route

Kombination Inuit / Stars Away (26.12.06)
Sektor Pfaffenhut
Die Kombination zweier sehr schöner Routen im kompakten, kletterfreundlichen Pfaffenhut-Fels.
Prädikat: Äusserst lohnend.
Bilder zur Route

Troja (05.02.11)
Sektor Excaliburpfeiler
Grandiose Kletterei im linken Bereich des markanten Pfeilers. Die abwechslungsreiche und recht anhaltende Kletterei folgt einer schönen Linie zum Pfeilerkopf. Die teilweise etwas knappe Absicherung kann mit mobilen Sicherungen schön ergänzt werden. Erwähnenswert ist die zweitoberste Länge (7a), die einige zünftige Hakenabstände aufweist.
Bilder zur Route

Excalibur (03.10.04, 04.08.10, 10.08.10)
Sektor Excaliburpfeiler
Eine der ersten Sportkletter-Routen an den Wendenstöcken; ein echter Klassiker. Logische Linie durch die Schwachstelle des Excaliburpfeilers. Gute Felsqualität und recht homogene Schwierigkeit. Die erste Seillänge am eigentlichen Pfeiler ist gleich die Schlüssellänge: Senkrechte, feingriffige Plattenkletterei.
Die Route wurde von Michal Pitelka und Peter von Känel im August 2010 saniert. Sämtliche fixe Sanduhrschlingen wurden rausgeschnitten und teilweise durch Inox-Bohrhaken ersetzt. Insgesamt stecken in den 8 Seillängen zwischen den ebenfalls erneuerten Inox-Ständen 25 Bohrhaken + 2 Normalhaken. Damit wurde die gesamte Anzahl der fixen Sicherungspunkte leicht reduziert. Die oberste Seillänge kann neu direkt in der Falllinie des Gipfels geklettert werden; ca. 6b, grossgriffig und athletisch. Die Route weist immer wieder gute Placements für mobile Sicherungen auf. Daher wird die Mitnahme von folgendem Material empfohlen: 1 Satz Camalots Grösse 0.3-1, ein paar mittelgrosse Keile und 1-2 Schlingen zum Fädeln von Sanduhren.
Die 2 Seillängen des Vorbaus verfügen nun auch über topsolide Stände, die handgebohrten Zwischenhaken wurden allerdings noch nicht ersetzt.
Bilder zur Route

Lancelot (22.06.05)
Sektor Excaliburpfeiler
Ähnlicher Charakter wie die Excalibur, aber etwas schwieriger. Einige Griffe sind scharf und erfordern entweder genug Hornhaut oder eine gewisse Schmerztoleranz. Die Absicherung ist trotz einigen etwas weiteren Hakenabständen gut.
Bilder zur Route

Blaue Lagune (30.10.05)
Sektor Excaliburpfeiler
Kühne, ausgesetzte Linie entlang des markanten blau-grauen Wasserstreifens. Ein echter Wenden-Klassiker mit hohem Erlebniswert und einer gewissen Ernsthaftigkeit. Die Schlüssellänge ist mit 7b+ markant schwerer als die restlichen, auch nicht zu unterschätzenden Längen. Obwohl an einigen Stellen im Wasserstreifen eine eigenartige Staubschicht auf den Griffen und Tritten liegt, ist die Felsqualität allgemein sehr gut.
Bezüglich Absicherung ist das berüchtigte Run-Out in der Schlüsselstelle erwähnenswert. Der Sichernde sollte sich so einrichten, dass er vom Stand aus Sichtkontakt zum Vorsteigenden hat und einen allfälligen (und wahrscheinlichen) Sturz in der Schlüsselstelle dynamisch sichern kann.
Bilder zur Route

Niagara (22.06.08)
Sektor Excaliburpfeiler
Sehr abwechslungsreiche Route, die Leisten-, Platten-, Riss- und Wandkletterei abfragt. Trotz der etwas eckigen Linienführung in der Schlüssellänge (Seilzug) gehört sie zu den schönsten Routen in diesem Sektor. Ansonsten ist die Schlüssellänge luftig, steil und athletisch. Bei Schneeresten auf den Bändern und Gewittern besteht latente Steinschlaggefahr. Die Absicherung ist - wie vom Erschliesserteam gewohnt - durchdacht und eher sparsam. Ein paar kleine Friends als Ergänzung sind nützlich; die Keile kann man zuhause lassen.
Bilder zur Route

Legacy (23.05.09)
Sektor Dom
Lohnende, abwechslungsreiche Route. Die Felsqualität ist meistens gut bis super, weist aber mehrere kurze, leicht brüchige und splittrige Passagen auf. Die Linienführung hat einige unnötige und unschöne Ecken, aber die Bolts sind solide gesetzt. Aufgrund der eher weiten Hakenabstände empfiehlt es sich, ein paar mittelgrosse Keile und Camalots (rot, grün, grau) mitzunehmen.
Der Vorbau (erste 2 Seillängen) ist bei Gewittern und Schneeresten steinschlagexponiert. Ebenfalls erwähnenswert ist der Wasserfall links von der Route, den es bei Westwind und Thermik in die drittoberste Seillänge bläst. Diese (6c+)-Länge bekommt in nassem Zustand eine neue Dimension...
Tipps: (On-Sight Aspiranten ab hier nicht weiterlesen ;-)
Erste Schlüssellänge: Beim Traversieren immer möglichst tief bleiben.
Zweite Schlüssellänge: Es hat beim Quergang nach links eine feine, positive Leiste für die linke Hand, die man erst auf den zweiten Blick sieht.
Bilder zur Route

Elefantenohr Direkt (15.07.05)
Sektor Dom
Beste Felsqualität und eine Schlüssellänge, die mit 7c+ deutlich schwerer ist als die restlichen Längen, zeichnen diese Route aus. Erwähnenswert ist die vierte Länge; eine 7a-Platte mit kniffligem Einstieg. Man könnte diese Länge zwar rechts umgehen, aber damit würde man etwas verpassen...
Die schwierigen Passagen sind sehr gut abgesichert. Es lohnt sich, die Kräfte einzuteilen, denn die Seillängen nach der Schlüssellänge sind schlicht grandios. Es braucht weder Keile noch Friends.
Bilder zur Route

Jednicka (02.09.07)
Sektor Dom
Toproute. Bei durchgehend hervorragender Felsqualität ist die Route sehr abwechslungsreich und ausgesetzt; der Erlebniswert ist grandios. Die beiden Schlüssellängen sind mit 7c markant schwerer als die restlichen Längen. Sie sind aber gut abgesichert und haben keine grösseren Run-Outs. Ein wenig anders sieht es in den restlichen, nachfolgenden Längen aus: Besonders in der 7a-Länge klettert man ein schon mal schönes Stück vom Haken weg, bevor man eine zwingende Stelle bewältigen darf.
Die Absicherung ist aber grundsätzlich gut und solide. Friends (vor allem kleine Grössen) und Keile braucht man häufig.
Bilder zur Route

Hakuna Matata (06.11.2010)
Sektor Aureus
Diese unbekannte, aber sehr lohnende Route ist durchgehend steil, anstrengend und sehr ausgesetzt. Eröffnet von Michal Pitelka und Peter Lechner ungefähr im 1999, gibt es bisher nur wenige Begehungen. Dies ist wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass das Topo bisher nirgends publiziert wurde.
Abgesehen von einer brüchigen Zone von etwa 30 Klettermetern im oberen Teil von SL4 und im Start von SL5 ist die Felsqualität durchgehend sehr gut und die Kletterei ist oft athletisch und abwechslungsreich. Besonders die Seillängen 3, 6, 7 und 8 sind erste Sahne.
Abgesichert ist die Route meist gut und solide, es gibt aber auch ein paar etwas weitere Hakenabstände. Die zweitoberste SL hat nach dem ersten BH ein gefährliches Run-out; man kann aber links eine schöne SU fädeln. Ergänzung zum Topo: Ein 0.5 Camalot leistet in der 2. Seillänge gute Dienste.
Bilder zur Route
Topo Hakuna Matata

Paco (15.10.06)
Sektor Aureus
Athletische, abwechlsungsreiche Route. Abgesehen von einigen kurzen, leicht brüchigen Passagen ist die Felsqualität sehr gut und sehr scharf. Die herrliche Schlüssellänge (8+/9-) ist leicht überhängend; nach einer kurzen, feingriffigen Passage werden die Griffe gegen oben immer besser. Allerdings bleibt die Länge anhaltend und man kann sich so richtig aussaften. Wenn danach wieder etwas Kraft zurückgekehrt ist, kann man diese in mehreren grossgriffigen Dächern gleich wieder verbraten.
Die Absicherung der Route ist eher anspruchsvoll: Die in die Jahre gekommenen Sanduhrschlingen sind gegenüber den Bolts in der Mehrzahl und die Stände sind teilweise auch etwas desolat. Erwähnenswert ist die zweitoberste Seillänge; unmittelbar auf eine Passage mit leicht überhängender Wandkletterei folgt eine lange und etwas knifflige Wasserrille zum selber absichern. Keile, Friends und Bandschlingen gehören dazu; auch um einige Stände zu verbessern.
Bilder zur Route

Strada Del Sole (14.11.10)
Sektor Aureus
Die Route ist mit 6 Seillängen eher kurz, trotzdem ist sie sehr lohnend. Besonders die 2. und 5. Seillänge gehören wohl zum Besten, was man im Gebiet unter die Finger kriegen kann. Der Fels ist meistens unverschämt griffig und scharf. Die paar kurzen, leicht brüchigen Stellen fallen kaum ins Gewicht.
Die stellenweise etwas spärliche Absicherung (im unteren Teil noch mit 8-er Bolts) kann mit Friends und Keilen an vielen Stellen schön ergänzt werden. Auch bei einigen Ständen legt man gerne noch eine zusätzliche, mobile Sicherung.
Bilder zur Route

Querschläger (08.09.07)
Sektor Aureus
Lohnende, abwechslungsreiche Route. Der Fels ist - bis auf paar kurze Stellen - von sehr guter Qualität. Obwohl die Route auf dem Topo nicht schwer aussieht, sollte man sie nicht unterschätzen. Die einfacheren Längen sind hart bewertet und die Absicherung ist teilweise etwas spärlich und in die Jahre gekommen. Diese Route hat keine wirklich schweren zwingenden Stellen, eignet sich aber aurgrund der mentalen Anforderung trotzdem gut als Formtest fuer die "gröberen" Wenden-Routen. Friends und Keile sind erforderlich.
Bilder zur Route

Las Aquas del Inferno (29.07.07)
Sektor Klein Wendenstock
Lange Route mit nicht sehr homogener Felsqualität. Nach ein paar leichten Seillängen durch gestuftes, mit Bändern und losen Steinen durchzogenen Gelände wird die Felsqualität im Mittelteil gut bis hervorragend. Auf den letzten Metern darf man dann wiederum keinem Griff mehr trauen.
Wie von Piola gewohnt, ist die Route solide eingerichtet. Ein kompletter Satz Friends (bis 3.5) gehört allerdings dazu, denn neben Rissen wurden keine Bolts gesetzt (richtig so!). Keile braucht man nicht. Einige Passagen sind steinschlaggefährdet. Bei Schneeresten auf den Bändern, Gewitterrisiko, oder wenn bereits eine Seilschaft im Sektor unterwegs ist, muss von einer Begehung dringend abgeraten werden. Das Topo kann per e-mail angefordert werden. (peter'at'obsig.ch)
Bilder zur Route

Tsunami (26.08.07)
Sektor Reissend Nollen
Toproute. Lange, anhaltend schwere Kletterei in durchgehend hervorragendem, kletterfreundlichem Fels. Auch die weniger schweren Längen sind echte Perlen. Die eindrückliche, ausgesetzte Linie ist vorausschauend und ohne überflüssige Bolts erschlossen - perfekt! Weite Hakenabstände können an mehreren Stellen mit Friends und Keilen gut entschärft werden, erfordern aber trotzdem etwas Sportsgeist.
Es ist ein Glück, dass es solche Prachtslinien gibt, die nicht "plaisirmässig" zugenagelt sind.
Bilder zur Route

Caminando (18.09.04)
Sektor Reissend Nollen
Abwechlsungsreiche, lange Route (500m) mit einigen Platten und Wasserrillen. Sehr gute Felsqualität und schöne Linie; es ist eine der besten Routen an Wenden. Die Absicherung ist gut. Es lohnt sich, früh zu starten und zügig zu klettern, denn die Route wird zuoberst nochmals schön steil, sehr griffig und teilweise recht ausgesetzt. Keile und Friends können gelegentlich verwendet werden; besonders in der letzten Länge, aber es geht auch problemlos ohne.
Bilder zur Route

Millenium (22.10.06; 29.12.06)
Sektor Reissend Nollen
Auf drei einfache, mässig schöne Aufwärmlängen folgen sechs Seillängen knapp senkrechte Wandkletterei bis aufs Biwakband. Diese Längen sind - bis auf eine Einzelstelle - sehr homogen und superschön. Nischen und Bänder sind in diesem Teil Mangelware.
Nach dem Biwakband ändert sich der Routencharakter radikal: Es gibt mehrere schwere, athletische Passagen und der immer noch kompakte Fels ist teilweise brutal scharf.
Die Route ist bei gleicher Länge und fast gleicher Schönheit etwas schwerer und anstrengender als die Caminando, ist aber noch besser abgesichert. Legen könnte man höchstens in der letzten Länge, es geht aber auch gut ohne.
Das Abseilen geht zügig: Vom Gipfel kommt man in drei Etappen aufs Biwakband (45m, 40m, 50m), wobei die dritte Etappe sehr luftig ist und man ein Auge auf das Seilende haben muss. Unten ist die beste Variante das Abseilen über Spasspartout.
Bilder zur Route Sommer
Bilder zur Route Winterbegehung

Sawiris (27.07.09)
Sektor Reissend Nollen
Die Sawiris führt durch superkompakten, ausgewaschenen, perfekten Fels und ist ein Muss für Freunde technisch anspruchsvoler Wandkletterei. Die ersten zwei Seillängen sind von moderater Schwierigkeit und bieten gute Gelegenheit, sich an die charakteristische, für diesen Sektor typische Kletterei zu gewöhnen. Ab der 3. Länge geht's dann zur Sache: Der Fels ist zwar nur knapp senkrecht, aber eben auch nur knapp strukturiert. Mit den Seillängen 4 und 5 überwindet man eine erste, leicht überhängende Zone. Danach folgt eine etwas einfachere Länge, bevor das Technik-Repertoire nochmals geprüft wird.
Erwähnenswert ist die Schärfe des Felsens an manchen Stellen, welche die Fingerkuppen rasch abraffelt.
Aufgrund der anspruchsvollen, sehr anhaltenden Kletterei sollte auch eine geübte Seilschaft für die 8 Seillängen ca. 6 Stunden Kletterzeit einplanen.
Abgesichert ist die Route solide und durchdacht. Mobile Sicherungsgeräte können in diesem kompakten Fels kaum eingesetzt werden.
Bilder zur Route

Rockmantic (08.10.07)
Sektor Reissend Nollen
Die Route ist schön, lang und anspruchsvoll und gehört zu den anstrengenderen Linien im Gebiet.
Nach dem gut abgesicherten, zügig kletterbaren Vorbau wird die Route im zweiten Teil bezüglich Absicherung deutlich ernsthafter. Die Wandkletterei, meist um 6c, ist super, jedoch auch für routinierte Kletterer zeitraubend. Für den Durchstieg sollten mindestens 9 Stunden eingeplant werden. Der Routenverlauf ist - nicht untypisch für die Erschliesser - mit einigen Ecken versehen.
Bilder zur Route

Via Italia (30.07.08)
Sektor Reissend Nollen Vorbau
Kurze, aber knackige und sehr lohnende Route von Michal Pitelka in meist gutem bis hervorragendem Fels. An einem Tag mit unsicherem Wetter kann man hier vielleicht noch einsteigen, denn man kann einen raschen Rückzug machen und findet im nahen Biwak Unterschlupf (und ein Topo). Die 6 langen Seillängen sind mit solidem Hakenmaterial ausgerüstet, das allerdings - wie bei Michal zu erwarten - eher zurückhaltend verwendet wurde. Einige der Bolts sind nicht einfach zu klinken. Es macht Sinn, ein paar kleine Friends und evtl. ein paar Keile mitzunehmen. Die erste und letzte Länge finde ich deutlich schwerer als angegeben; die Längen dazwischen dürften stimmen. Der obligatorische Schwierigkeitsgrad liegt vielleicht so um 6c+. Leider sträubt sich Michal gegen eine Veröffentlichung dieser schönen Route.
Bilder zur Route

Zyland (13.11.11)
Sektor Reissend Nollen Vorbau
Nach einer etwas splittrigen ersten Länge sehr abwechlslungsreiche Kletterei an meist prächtigem Fels. Die schöne Schlüssellänge ist athletisch und gutgriffig, aber nicht ganz einfach zu lesen. Als Ergänzung zur (recht guten) Absicherung lohnt es sich evtl. noch, ein paar wenige eher kleine Camalots mitzunehmen.
Bilder zur Route
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